Vorstellung des Autors „Bus und Bahn“ oder auch ÖPNV

Vorstellung des Autors "Bus und Bahn" oder auch ÖPNV

Ich darf mich vorstellen, mein Name ist Jürgen Huber, ich bin in Bonn geboren, und von Kind an mit Bus und Bahn unterwegs. Erst mit der alten Strassenbahnlinie 1 von Kessenich in die Innenstadt, dann zur Berufsschule mit der BGM, ja die nannte sich wirklich so, von Bonn nach Bad Godesberg auf „Achse“. Noch heute benutze ich häufig Bus und Bahn, wobei ich immer wieder mit den Problemen, die Bus und Bahn unattraktiv machen, konfrontiert werde.

Da ich meine Heimatstadt liebe, habe ich mir zur Aufgabe gemacht, bei der „Verkehrswende Bonn“ aktiv mitzuarbeiten. Ich betreue Sie in diesem Forum in Sachen öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV). Sie werden hier vergeblich den Fluch auf Autos und Motorräder suchen, denn meiner Meinung nach soll jeder mit dem Verkehrsmittel seiner Wahl in Bonn entspannt unterwegs sein können.

 

Vorstellung des Autors "Bus und Bahn" oder auch ÖPNVBis dahin sehe ich aber noch einen weiten Weg vor uns, denn je nachdem, von wo man in Bonn mit dem ÖPNV oder motorisierten Individualverkehr (MIV) unterwegs ist, steht die Bewältigung von Stau an. Und das ist in keinem Verkehrsmittel angenehm. Ob Sie nun zur Arbeit oder nur zum Spaß in die City fahren, bei der Ankunft stehen Sie erst mal unter Dampf. Die Aussicht auf Staus, in denen mein Bus stehen könnte, beeinflusst meine Entscheidung auf einen entspannten Nachmittag in der City negativ. Und wenn ich mich aufmache, wird die Besorgung erledigt und wieder raus aus der City, denn auf dem Rückweg kann ja wieder ein Stau meinen Bus aufhalten. Wie schön wäre es doch, entspannt dort anzukommen, die notwendigen Besorgungen zu erledigen, in Ruhe einen Kaffee zu trinken, und dann ganz entspannt den Bus nach Hause zu nehmen.

 

Vorstellung des Autors "Bus und Bahn" oder auch ÖPNV

Jetzt aber genug mit dem was schlecht ist, wie geht es besser? Seit letztem Jahr ist Bonn Lead City, das ist schon mal ein guter Ansatz, der nur genutzt werden muss! Leider wird hier das Pferd von hinten aufgezäumt, denn bevor mit verbilligten Tarifen geködert wird, müssen erst einmal die Umgebungsbedingungen stimmen. Dazu kommen wir im Detail später.

Noch eine Meldung vom Dienstag: Bonn ist in NRW an erster Stelle mit den im Stau verbrachten Stunden, bundesweit immerhin noch an Stelle 8. Die Bonner*innen verbringen durchschnittlich 104 Stunden jährlich im Stau, die Kölner*innen immerhin noch 99 Stunden. Die Errechnung des Gesamtschadens für Bonn beläuft sich auf 911 Euro pro Fahrzeug , jährlich 101 Millionen Euro.

Zum Vergleich, für ca. 100 Millionen Euro bekämen wir ca. 40 neue Stadtbahnwagen! Diese Angabe ist ein ungefährer Wert, die Anschaffung einer Stadtbahn wird ausgeschrieben , der Kaufpreise  variiert.

Der Fairness halber muss gesagt werden, das die Staustunden in Bonn um 5% gesunken sind, da liegen wir aber immer noch ziemlich hinten, das unterbieten nur noch München und Hamburg mit 3%.

Dieses Ergebnis stärkt unseren Willen, hier etwas zu verändern. Freuen Sie sich schon auf den nächsten ÖPNV Beitrag am kommenden Donnerstag, hier zeige ich auf, wo es in Bonn zähflüssig ist und was man dagegen tun könnte, damit die hier gezeigten Bilder in Zukunft die Ausnahme, und nicht wie jetzt, die Regel sind!

Noch ein Zuckerstückchen zum Schluss; am Montag passierte laut Bericht einer Bonner Tageszeitung folgendes:

Ein Zug steht auf dem Bahnsteig 3 in Bonn Mehlem, da, wo die RB 48 immer steht. Die Leute steigen ein, auch wenn auf der Zielanzeige „Fußball“ steht. Das ist nicht unbedingt ungewöhnlich, es passiert öfters, dass die Zielanzeige ausfällt oder falsches anzeigt. Aber es war nicht der Zug nach Wuppertal, sondern ein Zug der DB Regio, der ins Depot fahren sollte! Offensichtlich hat der Fahrer dann, bevor er seine Fahrt ins Depot antrat, den Zug nicht auf darin befindliche Fahrgäste überprüft, oder danach die Türen nicht blockiert. So begann seine Fahrt ins Depot mit Fahrgästen, welche sich wunderten, dass der Zug an allen Stationen durchfuhr! Der im Zug installierte Notruf zum Lokführer oder gar die Notbremse funktionierte nicht, erst das Anrufen des Polizeinotrufes machte auf die Fahrgäste aufmerksam, die Polizei stellte dann den Kontakt zum Lokführer her, der die Fahrgäste seines Geisterzuges in Köln Süd aussteigen ließ!

Vorstellung des Autors "Bus und Bahn" oder auch ÖPNV

Erst letzte Woche fuhr ich mit der RB 48 von Bonn nach Mehlem, so dachte ich. In Bad Godesberg jedoch war die Fahrt zu Ende, weil in Mehlem ein defekter Zug des National Express unser Gleis blockierte. Der nette Lokführer bat uns, den 10 Minuten später eintreffenden Zug zu nehmen.