Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

Am heutigen Dienstag berichte ich über die einzuhaltenden Sicherheitsabstände bei Überholvorgängen Auto/Rad, den Trend der NRW Fahrradmesse in Essen und die Entwicklung des Elektrofahrrades seit 1817.

Welcher Sicherheitsabstand ist auf Straßen von Autos beim Überholen von Radfahrer*Innen einzuhalten, die auf  Schutzstreifen ( gestrichelte Linien) oder Radfahrstreifen (durchgezogene Linie) fahren?

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

Radfahrer*Innen dürfen in -beiden- Fällen nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,50m überholt werden.Fährt ein Kind auf dem Fahrrad mit, sind es sogar 2 Meter.

Für Busse und LKW gelten generell 2 Meter Sicherheitsabstand. Schutzstreifen dürfen von  Autos notwendigerweise überfahren werden, Radfahrstreifen nicht.

(Schutzstreifen, Augsburger-Zeitung.de)

 

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

Der Radfahrer selbst muss auf den Straßen einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos von bis zu 1,20m (PKW) und 1,50m (LKW und Busse) einhalten. Um eine Kollision  mit plötzlich öffnenden Autotür zu vermeiden. Hielten sich alle beteiligten Verkehrsteilnehmer in Bonn an diese Sicherheitsabstände, gäbe es deutlich weniger Fahrradunfälle. Viele Personen würden angstfrei auf das Fahrrad umsteigen. Der Bußgeldkatalog ahndet Autofahrer*Innen bei einem zu geringen Überholabstand mit 30€, würde es kontrolliert.

(Radfahrstreifen, Bochum.de)

 

Fahrradmesse NRW in Essen, Eurobike-Show, 21.-24.2.2019

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

 

Die Fahrradmesse der vergangenen Woche zeigte wichtige Trends, die tief in die Verkehrsstrukturen eingreifen. Die Aussteller zeigten zu 90% Pedelecs, E-Bikes / S-Pedelecs und Lastenräder. Deutschland ist beim Kauf von Elektrofahrrädern mit 40 % Marktanteil Europameister.

 

 

 

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

(Eurobike-Show)

• Pedelecs bieten nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Erfolgt die Pedalunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig.

• E-Bikes / S-Pedelec fahren auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung 25km/h und 45 km/h. Deshalb werden E-Bikes eher selten angeboten. Helm und Nummernschild ist Pflicht. Auf Radwegen in der Regel nicht zugelassen.

Fazit: 

Radwege auf denen Radfahrer*Innen 25 km/h fahren können, wird es in Städten in der Zukunft nicht geben können. 

Stellen wir uns vor, dass sich 2 Pedelecs mit je 25 km/h begegnen, brauchte es einen enormen Platzbedarf für Radwege, der in Bonn mit seinen engen Straßen nicht realisierbar ist. dh. Radverkehr gehört auf die Straße.

Etwas anderes sind erwünschte Radschnellwege für längere Distanzen zwischen den Städten. Sie entlasten den Autoverkehr und die Umwelt.

 

Geschichte des Elektrorades;

Sicher auf den Straßen in Bonn radeln!

 

(Linde Wasserstoff-E-Bike, Elektrobike-online.com)

Die ersten Fahrräder, die als E-Bikes bezeichnet werden können gab es bereits vor 1900. Ein Patent für ein Elektrofahrrad wurde im Jahr 1817 angemeldet. Das Philipps Elektrorad aus den 1930er Jahren war eines der frühesten, funktionsfähigen Elektrofahrräder, welches in Serie produziert wurde. Die Beliebtheit des Autos und die Konkurrenz durch Benzin-Mopeds sorgte jedoch für eine lange Stagnation bei Elektro Antriebsmodellen.

Erst in den 1980er Jahren gab es wieder erste Tendenzen das E-Bike erneut auf den Markt zu bringen. Die ersten Elektrofahrräder standen jedoch eher weiter in Konkurrenz zu (Benzin-) Mofas statt zu Fahrrädern. Durch die wenig ausgefeilte Technik war die Unterstützung eher ruckartig, die Fahrräder sehr schwer und mit den damaligen Akkus konnten nur wenige Kilometer gefahren werden.

Erst mit Entwicklung moderner Zusatzelemente, wie einem kleinen Bildschirm und leistungsfähigen Akkus ist das Elektrofahrrad zu dem geworden was es heute ist: ein Fahrrad mit sensibel gesteuerter elektronischen Unterstützung je nach Bedarf. Belvelo.de

Ausblick:

Am nächsten Dienstag gibt es weitere Informationen über das Radfahren auf der Straße in Bonn und wo sich die häufigsten Unfälle ereignen.

Das private Forschungsprojekt „Sicher Radfahren in Bonn“ im BonnLAB sammelt und wertet Studien und Erfahrungen aus und wird im April dazu einiges veröffentlichen.

Wer seine Erfahrungen und Schwierigkeiten zum Radfahren mitteilen möchte, ist hier herzlich eingeladen uns zu schreiben. Diese Informationen fließen in die laufende Studie mit ein.

Eine gute Zeit wünscht Fritz