E-Mobilität am #FahrradDienstag

E-Mobilität am #FahrradDienstag

Sicherlich spielt auch das Thema E-Mobilität bei der Verkehrswende auch bei Fahrrädern eine große Rolle…aber geht es euch auch so, dass ihr gar nicht so richtig wisst, was sich hinter den Wörtern Pedelec und E-Bike eigentlich versteckt? Wo genau die Grenze dazwischen gezogen wird und wo es Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt?

Heute möchte ich euch einen kleinen Überblick darüber verschaffen!

Das Wort Pedelecs steht für „Pedal Electric Cycle“ und ist laut der europäischen Richtline 2002/24/EG dem Fahrrad gleichgestellt. Das heißt für uns als Fahrer der Pedelecs, dass keine Helmpflicht besteht, wir auf dem Radweg fahren dürfen und weder einen Führerschein, noch eine Versicherung für unser Pedelec benötigen. Außerdem besteht für die Nutzung eines Pedelecs keine Mindestalter oder eine Altersgrenze. Der Unterschied zu einem normalen Fahrrad besteht darin, dass wir beim Treten der Pedale von einem Motor mit meiner Motorleistung von maximal 250 Watt bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt werden. Treten wir nicht in die Pedale oder sind schneller als 25 km/h unterwegs, so bekommt man keine Unterstützung von dem Motor.

Ein bisschen anders sieht es bei den sogenannten S-Pedelecs aus. Diese Räder sind juristisch gesehen keine Fahrräder mehr, sondern ein Leichtmofa, bzw. ein Kleinkraftrad. Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt auf dem Radweg zu fahren oder einen Anhänger für den Transport von Kindern anzuhängen. Zudem besteht bei dem Fahren eines S-Pedelecs eine Helmpflicht und man benötigt einen Führerschein der Klasse AM oder eine Mofaprüfbescheinigung, wenn man nach dem 01.04.1964 geboren wurde. Das Mindestalter für das Fahren mit einem S-Pedelec liegt bei 15 Jahren. Um ein sicheres Fahren zu gewährleisten ist eine Reifenprofiltiefe von mindestens einem Millimeter notwendig und ein Rückspielgel muss angebracht sein. Ein weiterer Unterschied, der ein S-Pedelec von einem Pedelec unterscheidet, ist die nötige Betriebszulassung oder die Einzelzulassung des Herstellers beim Kraftfahrtbundesamt, die ein S-Pedelec benötigt. Die maximal erlaubte Motorleistung liegt bei einem S-Pedelec bei 500 Watt und die Motorunterstützung geht bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Auch hier muss man allerdings aktiv in die Pedale treten um die Motorunterstützung zu genießen.

Einer der größten Unterschiede zwischen den verschiedenen Pedelecs und dem E-Bike liegt in der Motorunterstützung. Bei einem E-Bike bekommt man diese auf Knopfdruck ohne aktiv in die Pedale zu treten. Gemeinsamkeiten lassen sich einige finden, wenn man das E-Bike mit dem S-Pedelec vergleicht. Auch das E-Bike gilt juristisch gesehen nicht als Fahrrad, sondern als Leichtmofa. Für die Fahrerlaubnis gelten die gleichen Regeln, wie bei einem S-Pedelec. Ebenso muss das E-Bike, wie auch das S-Pedelec ein Versicherungskennzeichen haben. Und das Anhängen eines Kinderanhängers ist genauso verboten, wie das Fahren auf dem Radweg. Allerdings besteht beim Fahren mit einem E-Bike keine Helmpflicht. Das Wort „E-Bike“ wird dabei heute häufig als Oberbegriff für alle Räder mit akkubetriebener Motorunterstützung verwendet.

Egal mit welcher Form des „Fahrrads“ ihr heute unterwegs seid, ich wünsche euch einen schönen #FahrradDienstag!

 

 

Bildquelle: https://www.elektrobike-online.com/know-how/kauftipps/was-sie-ueber-das-thema-e-bike-unbedingt-wissen-sollten.602607.410636.htm