Die Hardtbergbahn soll kommen

Die Hardtbergbahn soll kommen

Mainz, 10.02.2017, Die Mainzelbahn auf der Strecke, Foto Alexander Heimann/ Vollformat Fotografie Dziemballa Heimann UG, Schäfergasse 5, 65428 R`heim, Fon 0177-5626350, Bankverbindung Kreissparkasse Gross Gerau BLZ. 50852553 , KTO. 16003352. Alle Honorare zzgl. 7% MwSt. Steuer NR: 02137830174

Sie wird wieder Thema, die Bonner Hardtbergbahn.

Die Hardtbergbahn soll kommen

Im Lead City Plan der Stadt Bonn taucht diese, im Jahre 2015 vorerst begrabene Bahnlinie, die zwischen Bonn Hauptbahnhof und der Hauptwache am Brüser Berg verkehren soll, erneut auf. Es waren damals massive Bürgerproteste zu verzeichnen, auch die Bezirksregierung war nicht zufrieden mit der Planfeststellung und forderte Nachbesserungen. Da hatte wohl keiner mehr richtig Energie, das Thema weiter zu verfolgen.

Da ich dieses Projekt gut finde und es nach meiner Meinung kein umweltfreundlicheres Massenverkehrsmittel als eine Straßenbahn gibt, habe ich einmal nachgeforscht, was andere Städte gemacht haben, und wie sie damit umgegangen sind. Und ich stieß auf die sogenannte Mainzelbahn, eine im Jahre 2016 eröffnete Straßenbahnlinie von Mainz Hauptbahnhof nach Mainz Lerchenberg, die durchaus vergleichbar mit der Bonner Hardtbergbahn von Bonn HBF zum Hardtberg ist: beide fahren vom jeweiligen Bahnhof auf eine Anhöhe. Die Bürgerproteste sind in Bonn und Mainz ähnlich: auch missfiel in beiden Städten diese Bahn einigen Ratsparteien, wenn mich meine Beobachtungen nicht täuschen.

Die Hardtbergbahn soll kommen

Dadurch, dass die Anlieger und deren Probleme in Mainz ernst genommen wurden, und eine frühzeitige Einbindung sowie aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung stattfand, wurde die Einführung dieser „Mainzel“-Bahnlinie erleichtert. So wurden schon im Vorfeld mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger diverse Änderungen realisiert, wie andere Trassenführungen, Erhalt von Baumbeständen, die Installation zusätzlicher Haltestellen sowie die räumliche Entfernung der Trasse von einer Bebauung. Aber nicht nur das, auch nach der Inbetriebnahme der Bahn wurden noch Änderungen in Richtung Lärmschutz durchgeführt.

Nachdem die Bahn einmal fuhr, zog sie wie ein Magnet mehr Fahrgäste als erwartet an, statt der erwarteten 5 Millionen benutzten 6,4 Millionen Menschen diese Verbindung.

Auch wurde die auf eigener Trasse fahrende Straßenbahn im Gegensatz zum Bus erheblich besser angenommen, binnen zwei Jahren waren Steigerungen um durchschnittlich 15 Prozent zu verzeichnen.

Die Hardtbergbahn soll kommen

Ich zitiere hier die Mainzer Verkehrsgesellschaft:

Für den Einzelhandel, die Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen verbessert die »Mainzelbahn« die Voraussetzungen zur Gewinnung neuer Kunden und Besucher weil man ohne Parkplatzsuche vor Ort gelangt und sich Parkgebühren sparen kann. Auf dem Immobilienmarkt ist die gute Erreichbarkeit eines zuverlässigen Schienenverkehrsmittels ein gutes Argument bei der Festlegung von Verkaufspreis oder Miete.

Bild- und Datenquelle: Archiv Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH

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